Mittwoch, 4. April 2007

Vorhin im Studio

Ja, auch ich besuche in regelmäßig unregelmäßigen Abständen eine Muckibude. Tut not, weil ich hab' Rücken (ist wirklich so) und bin ein bischen eitel. Nun habe ich die letzten drei Monate pausiert, weil ich ab und an ein faules Schwein bin wegen Job, angehende Selbstständikeit, Studium und so weiter und so fort. Aber nun tun mir alle Knochen weh bin ich gerade angehnem erschöpft, herrlich sich mal wieder so richtig durchblutet zu fühlen. Morgen werde ich mit Sicherheit höllische Schmerzen haben hier und da wohl einen leichten Muskelkater verspüren, aber whatever, selbstgemachtes Leid. Kontinuität muss wieder Einzug halten, der Sommer naht und ich bin es Leid, dass die Omas im Park mich anstelle der Enten mit Brot bewerfen.

Ich ziehe also mein Programm durch, 'ne Runde aufs Laufband zum warm werden, dehnen und dann an die Geräte. Nach Möglichkeit alle Muskelgruppen durchhecheln, konträre Muckis nicht vergessen, zum Abschluss nochmal dehnen und fertig. Nun hat diese Butze eine komplett verspiegelte Wand, vor der sich permanent riesige Muskelberge tummeln, fleissig trainieren, fachsimpeln, ich glaube ohne Spiegel würden die sofort aufhören zu trainieren. Meinereiner kann sich nicht zusammenreissen und muss augenblicklich loslachen, wenn ich meine rote, angestrengte Birne sehe. Das stört nicht nur den Trainigsflow, sondern führt auch unter Umständen zu Situationen, die das leibliche Wohl bedrohen. Ein 70 Kilo-Hemd mit einer Körpergrösse von 180 cm hat gegen einen, sich ausgelacht fühlenden Körperklaus, Kampfgewicht geschätzte 120 Kg auf Augenhöhe, denkbar schlechte Karten. Also meide ich diese Spiegelwand und mache mich innerlich ein bisserl über die halslose Fraktion lustig.
Nach dem Training in der Umkleide. Ich hab' mich soweit angeplünnt und binde mir gerade die Schuhe zu. Hinter mir, auf ca. Acht Uhr, geht ein Typ an sein quäkendes Handy, meldet sich mit Holger?. Noch ein wenig drömelig vom Training verstehe ich irgendwas mit hage? und denke gleich an den coolen Maulwurf. Im Geiste grinsend denke ich menno, der Typ links neben mir guckt mich irritiert an. Nach kurzer, verwirrter Pause zeige ich auf meine Schnürsenkel und stammel: "Knoten drin". Ich schaue wieder auf meine Schuhe und tüddel weiter an den Senkeln rum, Typ teleniert weiter. Soviel zum Thema laut Denken. Zweierlei Dinge habe ich daraus gelernt. Erstens: Übermäßiger Internetkonsum macht die Birne weich, ein bischen zumindest. Und zweitens: Es darf mir nie, nie, nie passieren, dass ich während eines Kundengespräches anfange laut zu denken.

Kommentare:

katja hat gesagt…

was??? du gehst in die muggibude? seit wann das denn? ;o)
na mal sehen, ob du dann auch zum muggiboy mutierst?!
aber was lernen wir aus der geschichte - zuviel maulwurf-konsum kann zu peinlichen situationen in der männerumkleide führen.... "hage" ;o)

Wolfgang hat gesagt…

Autschn! Hungi! Hungi! Jaja, nicht hier laacke laacke laacke! Manno!

dast hat gesagt…

Jojo, autschn sagt der Chilli, wenn
der Halslose ihn in den Schwitzkasten nimmt ;-)

Chilli hat gesagt…

@katja: Eigentlich schon länger, ich verstehe mich aber sehr gut darin, dies niemanden merken zu lassen, indem ich rechtzeitig das Training stoppe um etwaige Fortschritte zu unterbinden, Meister der Verschleierung, der ich bin ;-)

@wolfgang: Hätte ich das noch gebracht, hätte der Typ bestimmt langsam, rückwärts , mich im Auge behaltend die Umkleide verlassen, egal ob schon fertig angezogen oder nicht.

@dast: Pah, ich hab' wenigstens noch'n Hals, der in einen Schwitzkasten passen würde. Warum fällt mir bei Schwitzkasten Sauna ein?

dast hat gesagt…

Tja, Chilli, ich kann Dir sagen,
warum Dir dazu Sauna einfällt:
Weil die meisten Typen in Deinem
Studio wahrscheinlich stockschwul sind ;-) Muahahahaha.....ok, flamed mich dafür.....