Sonntag, 8. April 2007

Donnerstag, 5. April 2007

Im Namen der Sicherheit

Ab und zu, glücklicherweise relativ selten, passiert es mir, dass ich mich so schnell, so intensiv über etwas ärgere, dass ich für ein paar Sekunden kleine schwarze Punkte vor Augen habe, die, langsam kreisend, immer grösser werden, um dann wieder zu verblassen bevor das gesamte Sichtfeld blockiert wird. Auch steigt meine Körpertemperatur auf gefühlte 89 Grad und ich bilde mir ein, die Ader auf meiner Stirn tritt hervor (evtl. ist das wirklich so, ich weiß es nicht).

So eben geschehen als ich bei nerdcore über diesen Link gestolpert bin.

Dual Use


Nicht nur für Bagles, auch für Donuts findet eine CD-Spindel noch Verwendung.

Mittwoch, 4. April 2007

Vorhin im Studio

Ja, auch ich besuche in regelmäßig unregelmäßigen Abständen eine Muckibude. Tut not, weil ich hab' Rücken (ist wirklich so) und bin ein bischen eitel. Nun habe ich die letzten drei Monate pausiert, weil ich ab und an ein faules Schwein bin wegen Job, angehende Selbstständikeit, Studium und so weiter und so fort. Aber nun tun mir alle Knochen weh bin ich gerade angehnem erschöpft, herrlich sich mal wieder so richtig durchblutet zu fühlen. Morgen werde ich mit Sicherheit höllische Schmerzen haben hier und da wohl einen leichten Muskelkater verspüren, aber whatever, selbstgemachtes Leid. Kontinuität muss wieder Einzug halten, der Sommer naht und ich bin es Leid, dass die Omas im Park mich anstelle der Enten mit Brot bewerfen.

Ich ziehe also mein Programm durch, 'ne Runde aufs Laufband zum warm werden, dehnen und dann an die Geräte. Nach Möglichkeit alle Muskelgruppen durchhecheln, konträre Muckis nicht vergessen, zum Abschluss nochmal dehnen und fertig. Nun hat diese Butze eine komplett verspiegelte Wand, vor der sich permanent riesige Muskelberge tummeln, fleissig trainieren, fachsimpeln, ich glaube ohne Spiegel würden die sofort aufhören zu trainieren. Meinereiner kann sich nicht zusammenreissen und muss augenblicklich loslachen, wenn ich meine rote, angestrengte Birne sehe. Das stört nicht nur den Trainigsflow, sondern führt auch unter Umständen zu Situationen, die das leibliche Wohl bedrohen. Ein 70 Kilo-Hemd mit einer Körpergrösse von 180 cm hat gegen einen, sich ausgelacht fühlenden Körperklaus, Kampfgewicht geschätzte 120 Kg auf Augenhöhe, denkbar schlechte Karten. Also meide ich diese Spiegelwand und mache mich innerlich ein bisserl über die halslose Fraktion lustig.
Nach dem Training in der Umkleide. Ich hab' mich soweit angeplünnt und binde mir gerade die Schuhe zu. Hinter mir, auf ca. Acht Uhr, geht ein Typ an sein quäkendes Handy, meldet sich mit Holger?. Noch ein wenig drömelig vom Training verstehe ich irgendwas mit hage? und denke gleich an den coolen Maulwurf. Im Geiste grinsend denke ich menno, der Typ links neben mir guckt mich irritiert an. Nach kurzer, verwirrter Pause zeige ich auf meine Schnürsenkel und stammel: "Knoten drin". Ich schaue wieder auf meine Schuhe und tüddel weiter an den Senkeln rum, Typ teleniert weiter. Soviel zum Thema laut Denken. Zweierlei Dinge habe ich daraus gelernt. Erstens: Übermäßiger Internetkonsum macht die Birne weich, ein bischen zumindest. Und zweitens: Es darf mir nie, nie, nie passieren, dass ich während eines Kundengespräches anfange laut zu denken.

Vier Jahre Fitness

4 Jahre Fitness

Supermarket 2.0

Hitman - The Movie

Juhuu, Hitman wird verfilmt. Die Hitman-Serie umfasst mittlerweile vier Teile, der aktuellste Blood Money ist sehr gelungen, wie ich finde. In bewährter Manier schleicht und würgt man sich von Auftrag zu Auftrag. Endlich wieder authentisch wirkende, gut durchdachte Maps, da kann auch verziehen werden, dass der dritte Teil Contracts überwiegend ein warmer Aufguss zusammengekloppter Aufträge aus dem zweiten Teil war. Zum Spielprinzip: Man schlüpft in die Rolle von 47, ein Profi-Killer der für eine mysteriöse Organisation arbeitet. Von dieser erhält man per Ingame-Lappy und Satellitenverbindung diverse Ziele, die es zu beseitigen gilt. Am Ende einer jeden Mission erfolgt eine Bewertung, je weniger Aufmerksamkeit und Verdacht man auf sich zieht, desto mehr Punkte gibt es.

So checkt 47 als Gast in das Hotel seiner Zielperson ein, entledigt sich aufgrund von Metalldetektoren seiner Waffen, behält also nur die Klaviersaite. Holt seine Zimmerschlüssel, betritt sein Zimmer im ersten Stock, hüpft vom Balkon auf den des Nachbarzimmers, schlägt den dort staubsaugenden Pagen nieder (nach Möglichkeit am Leben lassen, sonst Punkteabzug) und schnappt sich dessen Klamotten, inklusive Generalschlüssel. Nun hoch in den zweiten Stock. Da vor dem Zimmer der Zielperson ein stämmiger, bewaffneter Leibwächter steht, betritt 47, immernoch als Page verkleidet, den Nebenraum, dort liegt ein schnarchender Gast auf dem Bett, also schleicht er sich durch das Zimmer auf den Balkon und hüft auf selbigen angrenzenden. Durch die Scheibe lässt sich die Zielperson beobachten, diese ist im Begriff sich unter die Dusche zu begeben, passt also. Wenn das Ziel im Bad verschwunden ist, wird per Dietrich die Balkontür geöffnet. Im Zimmer schleicht 47 zur Badezimmertür, die Zielperson fängt unter der Dusche an zu singen, passt. Die Tür wird einen Spalt weit geöffnet, das Ziel steht mit dem Rücken zu 47, also anschleichen, Klaviersaite in die Hand nehmen und den Job erledigen. Wahlweise liesse sich auch eine schallgedämpfte Beretta vom Schreibtisch benutzen, selber Effekt, inklusive Sauerei im Bad. So, nun noch denselben Weg wieder aus dem Hotel nehmen, im ersten Stock vorher wieder umziehen, und dann raus in die Exit-Zone. Das war eine der simpleren Missionen.

So sollte es laufen, wenn eine hohe Punktzahl erreicht werden soll. Alternativ könnte man auch mit Maschinengewehren das Hotel betreten und keine Rücksicht auf Verluste nehmen, geht auch. Eventuell überlebt 47 das vorprogrammierte (!) Massaker nicht, und Punkte gibt es dafür auch sehr wenig, trotzdem ist es möglich die Mission erflogreich abzuschliessen. Mit dem Release des dritten Teils habe ich mir schon gedacht, wie cool es wäre, aus einer der umfangreicheren Missionen einen Film zu machen. Als Hauptdarsteller hätte ich mir Jason Statham gewünscht, der sah in The Transporter schon aus wie 47, aber der hatte entweder keinen Bock oder wurde erst garnicht gefragt, schade. Eigentlich sollte Vin Diesel dann die Rolle ausfüllen, wie er das mit seinen knappen 160 cm hätte machen sollen, ist mir ein Rätsel. Ein Profikiller, der eine Handbreit grösser als ein Schwein ist, kommt nicht authentisch rüber. Nun ja, der isses ja dann auch nicht geworden. Timothy Olyphant (der heißt wirklich so, ihr LOTR-Nerds) soll es nun werden. Ich habe zwar ein paar Filme aus seiner Liste gesehen, kann mich aber nicht an ihn erinnern. Der sieht doch viel zu glatt und gut aus für einen Profikiller, na ja, mal schauen was daraus wird. Luc Besson soll als Produzent für Hitman verantwortlich zeichnen, das lässt hoffen. Ich bin jedenfalls gespannt.

Montag, 2. April 2007

Three Boys and One Guitar

Ein bischen tödliche Waffen

In diesem Post schrieb ich über den Vomit-Beam und das Active-Denial-System, beides fällt in die Rubrik non-lethal Weapons, also nicht-tödliche Waffen, die die Ziele lediglich ausser Gefecht setzen oder vertreiben sollen. Ich habe übrigens gelesen, dass die in den Staaten so beliebten Taser schon des öfteren zu Herzversagen mit Todesfolge geführt haben, weswegen die Bezeichnung in less-lethal Weapons geändert wurde. Ich bin mir aber echt nicht sicher, ob das ein Aprilscherz sein soll. Erinnert mich an ein bischen schwanger. Liebe Leute, die Ihr zuständig seid für die Namensfindung: Tot ist ein binärer Zustand, also entweder Ja oder Nein, aber nicht ein wenig. Ich möchte jedenfalls nicht, dass jemand mit einer nur-ein-bischen-tödlichen Waffe auf mich schießt.

Back to Topic. Wir erinnern uns: Die oben genannten Waffen sind für Einsätze konzipiert wie, Botschaften schützen, Search & Rescue-Missionen, generell also im Feld der crowd-control, um Menschenansammlungen zu kontrollieren. Seid Jackass 2 wissen wir, wie die explosiven, mit Hartgummikugel gefüllten Kästen wirken, die an jeder Ecke einer US-Botschaft in Krisengebieten montiert sind, und konzeptionell wie eine Splitterbombe funktionieren. Das ADS ist etwas ... nun ja .. humaner. Die Funktionsweise bitte diesem Post entnehmen. Aber richtig knorke ist, dass nun Videos aufgetaucht sind, in denen die Wirkung demonstriert wird. Nicht an irgendwelchen Soldaten, die mal wieder etwas unterschrieben haben, ohne es vorher zu lesen. Nein, Journalisten waren die Versuchskarnickel. Das Happening fand als eine Art Marketingevent statt, um das ADS, den heiligen Gral der crowd-control, besser an den Man, bzw. die Frau zu bringen. Hier die offizielle Seite des ADS. Originalpost im Danger Room. Und verdammte Axt, was ist das? Es gibt tatsächlich eine TV-Show, die Waffenentwicklung thematisiert, und heroisiert, wie ich das sehe. Ein gutes Stück Lobbyarbeit, schätze ich. Futureweapons.


Appropriate Term


Ich wurde zuerst mit der informellen Bezeichnung vertraut gemacht.
via xkcd