I Have a Bad Case of Diarrhea
via twitter von mein_arsch
Brother From Another Mother
Lightinthebox.com bietet alles Mögliche zum Onlinekauf an, so auch feine Kleider für die wichtigste Nacht eines amerikanischen Teens, die Promnight. Das ist ähnlich wie hierzulande der Abschlussball, dort drüben nur ein paar Ecken pompöser. Die Jungs schmeissen sich in einen Anzug, Blume ins Knopfloch, Limo gemietet und ab dafür, das Date abholen, welches sich in ein mehr oder minder hübsches Kleidchen wandet. Die Eltern hingegen schwitzen Blut und Wasser, wohl wissend, dass die kleine Prinzessin an diesem Abend Gefahr läuft defloriert zu werden. Zumindest wurde das Bild des Kleides ersetzt, sollte das Kleid im Original noch der linken Version entsprechen, dürfte der Promqueen die Tanzkarte platzen.
via boingboing
Ich bin wieder da - online meine ich. Nach einer gut dreiwöchigen Zwangsabstinenz kann ich endlich wieder durch's Internet asseln. Am 7.8.08 gegen 18:30 Uhr hat hier der Blitz eingeschlagen und mir meine gesamte Hardware gebraten, aber der Reihe nach.
Am besagten Donnerstag waren mein Dad und ich, wie jeden Donnerstag im Bürgerpark laufen. Das Wetter war schon den ganzen Tag ominös. Andauerndes Grummeln von oben, ziemlich schwül aber immerhin trocken. Zumindest bis nach dem Laufen. Beim abschliessenden Dehnen hat es angefangen zu pladdern wie aus Kübeln, die Wassermassen waren selbst für bremer Verhältnisse extrem umfangreich, und das will etwas heissen. Hier und da zuckte mal ein Blitz durch den Himmel, aber gemutet (also quasi ohne Ton). Zuhause angekommen also wie immer erst den Rechner hochgefahren, Mucke an, unter die Dusche und dann erstmal 'ne Kleingikeit essen, es gab halbes Schwein auf Toast. Unter den Nachwirkungen der Fressnarkose schaue ich mir, nichts Böses ahnend, das eine oder andere YouTube Filmchen an, der Regen hatte von jetzt auf gleich aufgehört. Dann knallt es dermassen laut, dass ich mich vor Schreck fast einkacke dass selbst ich kurz zucke, und alle Lichter gehen aus. Soll heissen der Monitor teilt mir mit kein Signal mehr zu empfangen, das infernalische Getöse leise Summen meiner Lüfter ist nicht mehr zu hören und warmes Wasser gab's auch nicht mehr, aber das nur nebenbei. Ich renne panisch gehe bedacht vor die Tür, um zu prüfen ob nicht evtl. der mein Haus immer mehr in Beschlag nehmende Efeu irgendwo Feuer gefangen hat. Auf dem Weg durch mein Anwesen rieche ich im Flur Atrium etwas Verschmortes. Der Geruch kam mir bekannt vor, so hat auch mein Verstärker gerochen, als dieser während eines gemütlichen Videoabends plötzlich blau-orange farbene Flammen von sich gab, auch damals wurde es sehr schnell sehr still. Hektisch vor mich hinschnüffelnd (das kann echt anstrengen) versuche ich die Quelle des Ungemachs zu lokalsieren, und sehe keine lustign Lampen mehr am Router blinken. Schade auch, da dieser zusätzlich die TK-Anlage für meinen VoIP-Anschluß darstellte. Lange Rede, kurzer Sinn: Nachdem ich alle Sicherungen wieder reingetreten und den seltsamen FI-Schalter in selbigem Kasten einmal umgelegt hatte, funzte zumindest wieder das hausinterne Stromnetz. Folgend musste ich erst einmal in Erfahrung bringen, was es alles an technischem Gerät erwischt hatte, und das war so ziemlich alles was ich als relevant betiteln würde: Router-Modem-TK-Kombo, Switch und Rechner (die TAE-Dose auch, wie sich später zeigen sollte). Immerhin hatte es mein Laptop nicht erwischt. Nachdem der erste Schreck also verdaut war, habe ich mir am Abend erstmal gepflegt die Kante gegeben mir abends überlegt, welche Ausweichmöglichkeiten ich für die nächste Zeit arbeitstechnisch habe. Ungünstigerweise arbeite ich sehr viel von meiner Ranch zuhause aus, das gestaltet sich naturgemäß schwierig ohne Internetz. Habe also erstmal bei einem Kollegen angerufen, um wieder Anschluß zu finden (call me Capt. Kalauer), dort durfte ich ein wenig den Internetparasiten spielen (inkl. legger Kaffe, danke an dieser Stelle an Familie W.). So konnte ich zumindest meine Chefs in Finnland über meine plötzliche Abstinenz aufklären. In den folgenden drei Wochen habe ich meine komplette Hardwareausstattung erneuert, das war in Ordnung, musste eh sein, und mich drölfzig Mal bei der Freenet Hotline gemeldet, dessen Rundumsorglospaket ich habe. Und hier mal echt ein dickes Lob an die Hotline von Freenet: Die Jungs und Mädels waren immer relativ schnell an der Strippe, haben mich nicht behandelt wie einen geistig Zurückgebliebenen und auch relativ schnell reagiert. Die mussten sich natürlich an die Netzvermieter, sprich die Telekom, wenden. Nachdem ich nämlich hier intern alles wieder hergestellt hatte, wollte sich der neue Router partout nicht mit dem nächsten Netzknoten seines Vertrauens synchronisieren. Das kann ja nur an der Leitung liegen, denke ich mir, auch nicht unbedingt überraschend nach einem Blitzschlag. Nachdem also heute der Technikmensch der Telekom hier war, und nach meiner Schilderung zielstrebig eine neue TAE-Buchse verbaut hatte, lief auch wieder alles, gute Sache.
Das Gute an dieser ganzen Geschichte ist, dass mir erst durch diese letzten drei Wochen kalten Entzuges wirklich klar geworden ist, wie extrem abhängig meinereiner heutzutage vom Internet ist, bzw. was dieses mehr oder minder abstrakte Ding doch für eine Macht hat. Whatever, nun habe ich eine extrem dicke Kiste und kann wieder gepflegt Pornos gucken interessante Wikipedia-Artikel schmökern und für den kurzweiligen Zeitvertreib auch mal ein Spielchen anschmeissen (habe das dicke Grafikkarten-Monster kaum in das Gehäuse bekommen ;-) ).
Peinliches Gezerre, Erbsenzählen, Haare spalten oder einfach nur: Debatte zur Stammzellenforschung. Es gibt nun also frische Stammzellen für unsere deutschen Wissenschaftler, die alten haben schon ein wenig gemüffelt. Zudem wissen wir seit etlichen TV-Kochformaten, dass frisch einfach besser ist. Durften Wissenschaftler bisher nur Stammzellen importieren, die vor dem 01.01.2002 erzeugt wurden, gilt nun der 01.05.2007 als neuer Stichtag, aber dann ist auch wirklich gut. Oder auch nicht, ich vermute dieselbe Farce wird sich dann wiederholen, ein neuer Verfallstermin gesetzt und alle sind wieder zufrieden - zumindest für ein paar Jahre.
Die Kernfrage wird anscheinend überhaupt nicht mehr beachtet. Das ob scheint sich erledigt zu haben, derzeit geht es nun also schon um das wie. Im Grundsatz nicht falsch, wie ich finde. Doch wie scheinheilig diese Pseudo-Diskussion geführt wird, geht mir extrem gegen den Strich. Auf das kirchliche Lager gehe ich an dieser Stelle erst garnicht ein, diese Institution ist völlig überholt und verdient kein Mitspracherecht. Wer in diesem Kontext tatsächlich noch glaubt, dass der liebe Gott das Leben schenkt (und vor allem fleissig nimmt), der glaubt auch an den Weihnachtsmann und/oder den Osterhasen. Das Gute an diesem Standpunkt ist, dass mit einem Wisch alle lächerlichen Möchtegern-Argumente vom Tisch sind, und der Blick auf die relevanten Fragen frei wird.
Meine Position zu diesem Thema ist also geklärt. Nun zum nächsten Gegenargument. Wann beginnt das Leben? Ist das nicht prenataler Mord im Namen der Wissenschaft? Soweit ich weiß, werden die embryonalen Stammzellen einem Zellhaufen entnommen. Der o. g. Logik zufolge, sollten die Befürworter dieser Argumentation lieber weiter gegen die Abtreibung wettern. Einer halbwegs menschlich anmutenden Kaulquappe traue ich mehr Bewußtsein zu als einem wirren Zellklumpen. Das wirft wiederum die Frage auf, was wird als lebendig definiert? Nur weil ich esse, kacke und atme (in dieser Reihenfolge) bin ich noch nicht lebendig, erst wenn ich mir über meiner selbst im Klaren bin, zwischen mir und Aussenwelt unterscheiden kann, mich also selbst als Individuum erkenne, dann bin ich am leben. Aber das ist nur meine Meinung und ich schweife ab.
Eben habe ich im Radio gehört, dass während dieser Debatte angeblich das Argument angebracht wurde, die Stammzellenforschung habe bisher keine Erfolge aufzuweisen und solle deswegen sofort eingestellt werden. Sollte es im Bundestag tatsächlich ein solch immenses Quantum an galoppierender Blödheit geben? Okay, das war eine rhetorische Frage. Mit so einer Einstellung würde wir wahrscheinlich noch in mittelalterlichen Zuständen leben und fliegende Maschinen als Satanswerk betrachten - der Kirche würde das gefallen. Eventuell sollte den Hobbyalkoholikern auch einfach nur mal jemand den Unterschied zwischen Grundlagenforschung und Anwendungsforschung und/oder Industrieforschung erklären.
Die potentiellen therapeutischen Möglichkeiten der Stammzellenforschung scheinen immens. Den reinen Wettbewerb als Rechtfertigung für jegliche Art von Forschung zu legitimieren halte ich für falsch, ebenso wie religiöse Bedenken, die zum Verbot selbiger führen. Die meisten Skeptiker sollten sich erst mit den Definitionen von Ethik und Moral befassen, bevor sie diese als Argumente ins Feld führen. Schlussendlich läßt sich die menschliche Neugier nicht bändigen, das hat gute und schlechte Seiten. Das wirre Herumexperimentieren mit nuklearer Technologie, als diese noch in den Kinderschuhen steckte, hat Opfer erfordert aber auch Erkenntnisse gebracht. Als die ersten Obduktionen durchgeführt wurden schrie die Kirche auch Zeter und Mordio. Ich vermute, die Menschen werden in 100 oder 200 Jahren ähnlich verwundert auf einige Fragen der heutigen Zeit zurückblicken, kann mir dann aber egal sein.
Food-Design at it's best. Hat nichts mit Pediküre zu tun (ha haaa). Guckst Du hier.
via mein arsch
So oder ähnlich, eventuell auch als pretty disturbing, würde ich die folgende Seite, bzw. deren Produkte bezeichnen. Fugly, kurz für fuckin' ugly und frei übersetzt sowas wie scheißen-hässlich ist mir zuerst durch den Kopf gegangen, als ich diese Dinger gesehen habe. Das benutze Denglisch schiebe ich auf den Restalk, by the way. Wer zur Hölle kauft sich derart widerliche Puppen, die hier und da noch entfernt an Säuglinge erinnern. Okay, nicht alle frisch geworfenen Menschen sehen so süß aus, wie die zugehörige Mutter es gerne hätte und meistens trotzdem so beschreibt. Aber gleich so extrem? Das dort abgebildete Baby Boo trägt seinen Namen schon zurecht. Man stelle sich vor, eine solche Puppe in die Hand gedrückt zu bekommen, stilecht eingewickelt in wohlriechendes Babytuch (gibt es sowas? Babytuch?), vielleicht schnallt man(n) zuerst noch nicht einmal, dass es sich um eine Puppe handelt. Dann wird das Babytuch gelupft und das Gesicht von Baby Boo kommt zum Vorschein. Da ist der Name Programm. Ich würde mich vor Schreck wahrscheinlich einkacken haarscharf am Herzkasper entlangschrammen.
Abgesehen davon, dass die Puppen sich maximal als teurer Scherzartikel eignen, und die zugehörige Webseite genauso beschissen aussieht wie die zu ersteigernden Biester, frage ich mich: Wer kauft so etwas? Und was ist furchteinflössender, die Gestaltung dieser Babypuppen oder das Wohlgefallen an selbigen? Frauen Leute, die sowas kaufen, sind sehr wahrscheinlich auch an diesem Produkt interessiert, und laufen wohl auch sonst nicht ganz rund. 
Hier ein paar Bilder vom aktuellen Stand in Dingen Spielzeug und Überwachung Sicherheitstechnik von der Homeland Security Stakeholders Conference aus Los Angeles. Hier findet der paranoide sicherheitsbewußte Bürger alles was das Herz begehrt. Vom fernlenkbaren Roboterarm, der entweder in Bomben-Räumkommandos für Entschärfungen oder im Haushalt für Säuberungen (Dual-Use mit entsprechender Bewaffnung, keine Serie, aufpreispflichtig) eingesetzt werden kann (und per PS2-Controller gesteuert wird, ich sehe da ganz andere Vermaktungsmöglichkeiten, ich sag nur Robot-Tekken), bis hin zur Baseball großen Wurfkamera. Diese soll unterstützend im Häuserkampf bei Stürmungen eingesetzt werden. Wenn das SWAT-Team also, bis an die Zähne bewaffnet und gepanzert, vor der jeweilgen Tür in Stellung geht, soll vorher dieser Brocken durch ein Fenster geworfen werden, um mal eben zu gucken ob sich im zu stürmenden Raum jemand aufhält.
Vor meinem geistigen Auge spielen sich nun zwei Szenarios ab: Erstens bleibt der Brocken mit dem Objektiv nach unten liegen und der Mensch am Remote-Monitor kann sich evtl. vorhandene Teppichmilben aus nächster Nähe betrachten, oder die Glotzkugel fällt günstig und zeigt fischäugigerweise einen Teil des Raumes. In beiden Fällen wird der Überraschungsmoment versaut. Sollte ein Bösewicht anwesend sein, ist es nur ein Frage der Zeit bis die Kamera zu Klump getreten/geschossen, oder einfach zurückgeworfen wird (vorher noch einmal den nackten Arsch vor die Linse halten). Wofür wird denn dann der ganze Aufwand betrieben, um die H&K Dienstwaffen mit Schalldämpfern und mündungsfeuerunterdrückenden Mechanismen zu bestücken, wenn diese Holzhammer-Strategen eher die Elefant-im-Porzelanladen-Taktik bevorzugen. Muß ich nicht verstehen, lustig isses trotzdem.
Superursel von der Leyen möchte Kids als verdeckte Ermittler in Sachen Jugendschutz einsetzen. Es gilt die schwarzen Schafe des Einzelhandels aufzuspüren, die Alkohol und Zigaretten an Jugendliche unter 18 verkaufen. Aber höchstens mindestens 14 Jahre alt dürfen die Undercover-Pubertierenden sein, die als Testkäufer losziehen und oben genannte Schwerverbrecher dingfest machen sollen.
Bei solchen Vorschlägen frage ich mich, ob es nicht sinnvoller wäre, zuerst den Alkoholkonsum im deutschen Bundestag in den Griff zu bekommen. Diese Idee wurde der Ursel doch von Dämon Alkohol eingeflüstert. Ich habe mit Anfang 30 Ende 20 teilweise arge Probleme damit, das Alter junger Heranwachsender einzuschätzen. Insbesondere bei jungen Mädchen / Frauen kann die Optik ganz böse Streiche spielen. Da denkt mann sich Och, so ein junges Ding, Anfang 20, lecker und steht, ohne es zu wissen, mit einem von drei Beinen bereits im Knast. Wie auch immer, die Händler werden aus der Verzweiflung heraus zum Sündenbock gemacht, und Ursel kann einen Erfolg vorweisen, reife Leistung.
Man könnte sich natürlich auch fragen, woher die jugen Flatrateschnapsdrosseln das Trinkverhalten, bzw. die Masslosigkeit haben, aber das wäre ja Ursachenforschung, die dauert und ist mühseliger als die schnelle Symptombekämpfung. Die läßt sich wenigstens noch innerhalb einer Legislaturperiode durchziehen. Und sollten sich die gewünschten Ergebnisse nicht schnell genug einstellen:
Wenn ich nach sieben Jahren Ehe keinen Bock mehr auf meine Alte Angetraute habe, soll das dann so laufen wie bei den Handyverträgen? Bekomme ich dann bei Verlängerung 'ne neue Alte bessere Hälfte? Oder wie hat Frau Pauli sich das vorgestellt? Und überhaupt, die sieben Jahre muß man/frau auch erstmal durchhalten. Sieben Jahre würde ich heutzutage schon als halbwegs respektable Leistung ansehen. Und wieso überhaupt sieben, ich dachte gerade nach dem verflixten siebten Jahr soll das Gröbste überwunden sein. Und dann soll Schulz sein, aufhören wenn's am schönsten ist, oder wie?
Bekommen die Ehepartner denn nach sieben Jahren wenigstens eine Prämie? Eine Art Durchhalte-Bonus oder Ähnliches? Scheiß' auf evtl. vorhandene Blagen, money makes the world go round. Und sollten beide einvernehmlich keine Verlängerung wollen, was ist mit Unterhaltsansprüchen? Wer bekommt was von wem? Fragen über Fragen.
Aber wer weiß, vielleicht hat Doc Pauli das ja auch garnicht sooo ernst gemeint, war evtl. nur ein Mißverständnis - oder einfach nur Bock auf Abwechslung? Die Gaby ist ja noch ein ziemlich heisser Feger (in Relation zum Baujahr), ist doch aber kein Grund gleich so einen paddeligen Vorschlag rauszuhauen, nur weil der Hafer sticht. Ach moment, ist die nicht geschieden? Laut Wikipedia hat die Gute Anfang des Jahres die zweite Scheidung hinter sich gebracht, okay vielleicht hat 'se einfach keinen Bock mehr auf Ehe.
Noch nie hatte ein Post so viele Tags wie dieser. Zugegeben, es ist kein wirkliches Happening, was mir heute abend passiert ist, aber seltsame genug, um es zu verbloggen.
Folgende Situation: Ich beende gerade ein, wie ich finde recht gelungenes Layout für die Internetpräsenz eines Kumpels, fülle hier und da schonmal ein wenig Inhalte hinzu, um mal sehen wie das Dingen so gefüllt wirkt. Ich bin zufrieden, klopfe mir fast selbst auf die Schulter, und denke mir: Sauber, nun erstmal gepflegt eine Flasche Wein aufmachen und 'n Film anschmeissen (um die 21:00 Uhr). Gesagt, tun getan.
Hinsichtlich des Weines: Es gab billigen Lidl-Fusel einen erlesenen roten Tropfen aus der Pfalz (oder aus dem späten Burgund ... was weiß ich). Dazu eine Tüte ölig, würzig Erdnüsse, lecker - schmeckt aber in Kombination mit Rotwein, wie Knüppel auf'm Kopp, laßt Euch das gesagt sein.
Dazu bin ich auf die selten dämliche Idee gekommen, mir einen Horrorfilm auszusuchen. In diesem erholt sich die Bevölkerung Englands gerade von einer Seuche, die aus Menschen kannibalistische Zombies macht, aber denkste. Dazu sei angemerkt, dass ich in einem kleinen, aber feinem freistehendem Häusschen wohne, mit viel Grün drumherum, man könnte fast ländlich sagen, sprich: Hier ist eigentlich nie etwas los.
So weit, so gut. Film ist durch, war echt spannend. Ich habe noch ein letztes, gut gefülltes Glas Wein, mache noch ein wenig Musik an (die aktuelle Scheibe von KT Tunstall ist echt gut). Nebenher stopfe ich noch Texte in die bereits erwähnte Seite. Plötzlich klopft es an meinem Fenster (Sichtschutz immer unten), zweimal kurz & hart. Das passiert eigentlich nur tagsüber. Zu erwähnen sei, dass mein Schreibtisch direkt neben dem Fenster steht, wir reden also von maximal 60 bis 70 cm Luftlinie von der Scheibe zum Ohr, kurz gesagt: Das war scheissenlaut, und ich habe mich höllisch erschrocken. Nun gibt es lediglich eine handvoll Personen, die erstens: Zu dieser Uhrzeit vorbeikommen würden. Und denen ich selbiges, zweitens, zu dieser Uhrzeit auch verzeihen würde. Also schnell gespeichert, und mal vor die Tür getreten, um zu sehen wer da stört mich da besuchen möchte. Nischt. Alles leer und dunkel, da keine Beleuchtung hier im Weg. Ich sehe mich nochmal um, ohne Erfolg, und beschließe wieder ins Haus zu gehen. Ich sitze keine vier Minuten (gut ein Song), da klopft es wieder. Okay, denke ich, da hat sich eben jemand einen Scherz erlaubt und mittlerweile genug gelacht. Also wieder raus, um wieder nichts und niemanden vorzufinden. Ein lautes Hallo? führt auch zu nichts.
Einersteits merke ich langsam, wie mir etwas auf den Sack geht, andererseits habe ich den Film noch zu frisch im Kopp und ein bisserl mulmig wird mir auch. Whatever, erstmal zurück zum Wein an den Rechner und eben noch schnell einen ordentlichen Schluck hinuntergestürzt Absatz in die Tasten gehauen. Dieses Mal dauert es ca. fünf Minuten, bis es wieder an die Scheibe bollert, ich mich wieder fast einkacke ein wenig erschrecke. Es mag die Nachwirkung des Filmes gewesen sein, ich springe jedenfalls auf, hechte vor die Tür und leuchte mit einer Taschenlampe wild durch die Gegend. Dort ist natürlich wieder niemand, habe ich nicht anders erwartet, gehe wieder rein, schlage dem Klopfer laut denkend vor, doch mal mit seiner Mutter zu kopulieren. Mache das Licht im Flur aus, gehe in die Küche, schnappe mir ein Messer (das oben rechts im Block, Michael Myers wäre zufrieden), schleiche wieder raus und mache die Haustür von aussen zu. Ich husche möglichst leise in die Anfang meines Gartens, wo ich mich hockenderweise auf die Lauer lege. Es ist ziemlich schattig. Ich atme durch den geöffneten Mund, versuche also nicht zu schnaufen, bewege mich Null und warte auf ... irgendwas.
Geplant hatte ich, zu warten bis der Klopf-Kalle auftaucht, um dann wild schreiend und mit dem Messer fuchtelnd aus meinem Versteck zu stürmen. Soetwas wie Geronimoooo oder ähnlich schwebte mir vor. Eventuell auch nur ein kehliges Death-Metalesques Gebrüll, das kann ich ganz gut. War bestimmt sowieso nur einer meiner Kumpels, der heute morgen anstatt einen, gleich zwei Kasper gefrühstückt hatte. Nach einer Viertelstunde kamen die ersten Zweifel, ob das noch so lustig ist. Ich meine, ich hockte um kurz vor Mitternacht mit einem recht grossen Messer in meinem Garten und fror mir die Klötze ab.
Und wer weiß, evtl. war das sonstwer. Wollte man vielleicht nur die Lage abchecken, um mir meine angehäuften, im hauseigenen Tresor verstauten Schätze zu stibitzen? Dunkel, kalt, hohe Luftfeuchtigkeit und ab und zu mal ein Knacken im angrenzenden Gebüsch - alles in allem: Sehr ungemütlich. Aber so leicht wollte ich mich dann doch nicht geschlagen geben. Ich harrte also noch weitere 20 Minuten der Dinge, die da kommen sollten. Diese Dinge waren recht dürftig und ich bin dann nach guten 35 bis 40 Minuten Rumhockens wieder ins warme Haus, habe meinen Rest Wein getrunken und mich über meinen eigene Blödheit amüsiert. Immerhin, über mich lachen konnte ich noch. Aber es wäre schon grosses Tennis geworden, wenn das geklappt hätte. Wer auch immer das war, hat Schwein gehabt. Aber abwarten. Tarnnetze und Selbsteingrabungstechniken werden nur der Anfang sein. Im Vergleich zu mir wird Sam Fisher wie ein, an Parkinson leidender Elefant mit Tremor, im Porzelanladen wirken.
Eben diesen Artikel bei SpOn gelesen und mich köstlich amüsiert. Da beschweren sich nun also die Vollpfosten, die dämlich genug waren tagelang vor irgendwelchen Apple-Stores rumzulungern, um dann endlich viel zu viel Geld für ein mittelmässiges Mobiltelefon aus dem Fenster zu feuern.
Die sogenannten Early Adopter (sprich Fanboys und -girls) implodieren vor Wut. Ob der Auslöser dafür nun die 200 Eier sind, die das iPhone nun günstiger ist oder simpel die eigene Blödheit, lasse ich hier mal offen. Wie 200 Dollar-Nutten fühlen sie sich, die Apple-Jünger, betrogen und verraten wurde man. Also zum ersten Punkt: Als Edelpimperella hat man die 600 Flocken nach drei Jobs (Blow- nicht Steve , haha) wieder drin, so what. Und zum betrogen und verraten werden, da hat einer ganz treffend erkannt, dass die Konsum-Lemminge sich selbst ordentlich in die Klöten getreten haben.
Kinners, was erwartet Ihr denn? Die Quäke wäre in zwei bis drei Monaten sowieso auf dieses Preisniveau gefallen, da wäre dann die eigene Doofheit vorbeigeschlichen, oder wie? Ob Steve "The Holy One" Jobs sich mit dieser Maßnahme nicht selbst ins Knie geschossen hat, wird sich spätestens beim nächsten Hype um irgendein Apple-Gadget zeigen. Aber ich schätze, Mr. Jobs weiß sehr wohl, dass man da einfach ein wenig Zeit ins Land gehen läßt, und ruck zuck ist wieder alles beim alten.
Ich werde nun lecker Frühlingsrollen mampfen. Als ich die Packung aufriss, bemerkte ich übrigens, dass die vierte Rolle ein Produktionsfehler ist. Nur eine knautschiger Teiglappen, ohne Füllung, verdammte Axt. Ich werde mich erstmal im nächstgelegenen Frühlingrollen-Forum auskotzen und in Zukunft diesen Fraß boykottieren, also zumindest für die nächste Woche.
Wie diesem Artikel des SWR zu entnehmen ist, haben sich ein paar clevere Köpfe bei E.ON Gedanken zum Schutz ihrer Atomkraftwerke gemacht. Um diese vor Terrorangriffen zu schützen, wird ein Ring aus Nebelgranaten um den Meiler platziert. Kommt nun ein böser Watz daher und möchte das Kraftwerk in die Luft jagen, oder mit Raketen in Stücke schiessen, oder mit einem Flugzeug drin landen, werden ruckzuck die Granaten gezündet, welche eine mehrere Meter hohe Nebelwand entstehen lassen, und schwups ist das AKW verschwunden. Die Kollegen bei RWE halten das für eine richtig gute Idee und überlegen, es den E.ONiern gleich zu tun.
Ich versuche erst garnicht hier etwas Ernsthaftes zum Thema beizusteuern, ich habe von der letzten Lachattacke noch Tränen in den Augen. Ausserdem bin ich ja, wie einige wenige Eingeweihte wissen, geheimer Sicherheitsbeauftragter für innere Sicherheit - unter Anderem. Ich arbeite für eine Organisation, die so geheim ist, dass noch nichtmal die Regierung davon weiß. Aus Sicherheitgründen besteht dieser, im Hintergrund die Fäden ziehende Geheimbund auch nur aus einer Person, nämlich mir. Whatever, nachdem die Einstein-Derivate bei E.ON nun diesen Geniestreich veröffentlicht haben, kann ich auch getrost meine, in den letzten Jahren entstandenen Sicherheitskonzepte vorstellen. Nach nächtelanger Zecherei Arbeit in meinem meiner verqualmten Zockerhöhle unterirdischen Labor, präsentiere ich, One-Man-Thinktank, einen Vergleich der bisher entwickelten Pläne zur Terrorabwehr. Aufgrund meiner Sicherheitseinstufung habe ich Zugang zu den ursprünglichen Plänen der RWE. Hier nun der direkte Vergleich der Pläne des Projektes Terrortod:
Der folgende Clip aus dem Morgenmagazin geistert schon etwas länger durch die Blogosphäre, ich möchte da auch nochmal drauf zeigen.
Laßt es Euch auf der Zunge zergehen: Diese Leute entscheiden darüber, ob und wie Internetnutzer überwacht werden, Daten auf Vorrat und blauen Dunst hin gesammelt werden, verabschieden in einem ungewöhnlich hohem Tempo den Paragraphen §202 des StGB, den sogenannten Hacker-Paragraphen, der Admins und jeden der sich mit der Sicherheit von Systemem beschäftigt kriminalisiert. Schon der Besitz von Tools zur Identifizierung von Sicherheitslücken (die Programmierung sowieso) ist somit strafbar, das ist in etwa so, als würde man jemandem verbieten sein defektes Haustürschloß zu reparieren - sogar die Überprüfung der eigenen Haustür wäre schon illegal.
Vom Chefparanoiker Schäuble ist man schon seit geraumer Zeit nicht anderes mehr gewohnt als eine Konkatenation galoppierender Blödheit Beratungsresistenz, aber wie ich schon erwähnte, halte ich den Typen für traumatisiert und nur beschränkt bis garnicht mehr zurechnungsfähig. Um so schlimmer, dass der Verrückte von niemandem gestoppt wird. Im Gegenteil, der kleine Wolle erfährt durch solche Schnellabwicklungsverfahren wie im Falle §202 noch positive Bestärkung und läßt sich in einem Ansturm von Übermut dazu hinreißen, laut darüber nachzudenken, ob man nicht anfangen sollte Leben unterschiedlich zu bewerten und dem Staat erlauben sollte ab und an mal den finalen Rettungsschuß vorzuverlegen, im Sinne einer legalisierten, prophylaktischen Tötung, zur Sicherheit versteht sich. Auch gegen den Import des Guantanamo-Konzeptes hätte der Wolle nichts einzuwenden, wen wundert's. Potentielle Terroristen (also eigentlich wir alle) werden zu Kombattanten umgetauft und sollen in naher Zukunft in Sammelstellen interniert werden, ich habe eine grüne und eine rote DejaVù-Lampe im Kopp, eine von beiden rotiert gerade heftigst.
Die Absurdität dieser Vorschläge überrascht mich mittlerweile weniger, eben weil diese von Schäuble stammen. Meine entspannte Haltung, die aus der Annahme resultiert, dass irgendjemand da oben noch genug Grips in der Birne hat, um den Durchgeknallten rechtzeitig wegzusperren, wandelt sich langsam in Unbehagen inklusive Gänsehaut um. Das Durchboxen des Hacker-Paragraphen in Verbindung mit der Idee der Onlinedurchsuchung per Bundestrojaner ist so subtil, wie ein Tourettekranker in einer Bibliothek. Ob es nun kollektive Ahnungslosigkeit oder Ignoranz ist, ich hoffe, dass irgendjemand rechtzeitig aufwacht und Herrn Schäuble dahin schiebt wo er hingehört, in die Geschlossene. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Zum Thema: Der CCC zum Paragraphen §202.
Also Herr Stallone, ich fand Sie ja ganz knorke in Rocky und auch sonst habe ich über die eher peinlichen Ausrutscher zu Beginn Ihrer Karriere wohlwollend hinwegsehen wollen. Selbst den 80er Trash-Streifen City Cobra habe ich gerne gesehen, da hat Sly seine damals noch echt knackige Temporärfrau Brigitte Nielsen kennen- und lieben gelernt, und ausserdem eine der geilsten Karren der Filmgeschichte gefahren (ich bin diesbezüglich sehr simpel gestrickt und dementsprechend schnell zufriedenzustellen).
Dein letzter Film Rocky Balboa, der sechste Teil der Rocky-Saga, ist Dir auch überraschend gut gelungen. Ich hatte wesentlich Schlimmeres erwartet. Eventuell war das aber auch nur ein Film für die treuen Fans, die von Anfang an mit Dir, Apollo, Adrian, Mickey und Paulie den Weg gegangen sind. Dass Du Dir am Ende ein paar in die Schnautze geben läßt, mußte sein, wäre sonst lächerlich geworden. Okay, der Aufhänger mit der Computersimulation wurde ein wenig mit der Brechstange aus der Taufe gehoben, aber who cares. Aber Alter, mal im Ernst: Ist nicht mal langsam gut? Also ich meine für einen 60jährigen hast Du echt noch verdammt viel auf dem Kasten und bist in Topform, keine Frage. Aber tut das jetzt noch Not den John Rambo wieder auszugraben? Ist das Torschlusspanik, noch möglichst viele Filme zu machen, bevor es zu Ende geht? Siehst Du Dich in naher Zukunft sabbernd, brabbelnd und wild um sich urinierend im Edel-Seniorenstift Schimmel ansetzen? Anders kann ich mir das nicht erklären. meine Fresse, dann mach doch lieber mal etwas Neues. Ich würde Dich gerne mal als richtig fiesen Bösewicht sehen, das haste ansatzweise schon ganz gut in Get Carter durchblicken lassen. Also auch als Charakterschwein, in Richtung Mafiaboss oder sowas in der Art, keine Gnade, das volle Programm. Oh momentn, das gab es schon in Rambo III oder? Zitat seines Ausbilders: "Gott kennt Gnade, er nicht." (da kannte der aber Chuck Norris noch nicht).
Whatever, der Trailer ist auf jeden Fall ziemlich brutal, also liebe Kinder, geht lieber wieder CounterStrike oder Doom zocken, das hier ist nichts für Euch.