Mittwoch, 16. Mai 2007

Mashup

Auf mashuptown neue Lala gefunden. Warnung, die Seite ist ein Zeitfresser, lohnt sich aber. Folgende DJs habe ich bis dato im Schnelldurchlauf gehört: DJ Lobsterdust, A plus D, Pheugoo und Bobby Martini. Hört sich auf's erste Ohr mal wieder sehr interessant an, einige Stücke sind gewöhnungsbedürftig, aber der Großteil Kopfnick- und Mitwipp-Musik. Als heimlicher Journey-Fan freut es mich besonders einen Track mit selbiger Kapelle gefunden zu haben, gekreuzt mit Afrika Bambaataa, klingt komisch, ist aber so (und klingt wirklich komisch). Auch Promiscuous Girl von Nelly Furtado wurde wieder durch den Wolf gedreht. Den Song sehe ich häufiger auf Mashup-Seiten, läßt sich aber auch echt gut verwursten. Sehr gelungen die Symbiose mit Run DMC und Aerosmith's Walk this way. Ich habe alle oben genannten Seiten abgegrast und erstmal einen Sack Musik zu hören, natürlich werde ich die Stücke nach 48 Stunden wieder löschen.

Erstes Kopfschütteln heute

Folgendes eben bei BoingBoing gelesen: Julie Amero (40) ist Lehrerin aus Connecticut, substitute teacher, also in erster Linie zur Vertretung, dürfte wohl dem Status einer Springkraft hierzulande ähnlich sein. Die Frau steht derzeit vor Gericht. Ihr wird vorgweworfen, ihren Schülern pornografische Bilder gezeigt zu haben, was im Kern wohl auch nicht ganz falsch ist. Während einer Präsentation ist auf einem Schulrechner ein Popup auf den Bildschirm gesprungen, mit entsprechendem Inhalt. Was nun als pornographisch gilt, will ich in diesem Zusammenhang nicht wissen, bei den Amis würde ein blanker Mops schon reichen. Fakt ist aber wohl, dass es sich um einen mit Ad- und/oder Malware verseuchten Rechner handelt, der zudem der Schule, und nicht der Lehrerin gehört.
Der armen Frau Vorsatz zu unterstellen ist in etwa so realistisch wie eine nüchterne Paris Hilton. Ich würde einfach drauf tippen, dass die Admins gepennt haben, sofern die Schule über Administratoren verfügt und die Rechner aus Kostengründen nicht in Eigenregie wartet. Das ist aber auch völlig egal, die Tatsache, dass die Lehrerin sich überhaupt vor Gericht veranworten muß, bestätigt das Bild des nach einem Sündenbock schreienden Pöbels, der bis vor Kurzem noch mit Heugabeln und Fackeln, in blutlechzender Manier durch die Dörfer marodiert und erst Ruhe gibt, wenn der erstbeste Schuldige am nächsten Baum baumelt. Jedes halbwegs intakte Gerechtigkeitsempfinden sollte in der Lage sein Frau Amero als Opfer zu identifizieren und nicht als Täter.

Völliger Wahnwitz sind auch die potentiellen Strafen, die im schlimmsten Fall verhängt werden dürfen. Da ist die Rede von vier Jahrzehnten Knast oder zigtausend Dollar Strafe, im günstigeren Fall. Als Bonus gibt es noch die Option auf den Status sex offender, welcher dann auch umsonst auf Seiten wie mapsexoffenders oder familywatchdog gehostet wird, super. Der Pranger der Neuzeit, sehr fragwürdig. Eventuell würde ich als Vater anders denken, und solch einen Service befürworten. Dieser Fall jedoch bringt ein sehr gutes Gegenbeispiel. Gute Güte, ich finde das Interface von familywatchdog sieht eher aus wie eine Kontaktbörse für Triebtäter. Finden Sie Gleichgesinnte in Ihrer Umgebung, zusammen spannen, gemeinsam einsamen *ouch*. Das soll hier nicht mißverstanden werden, ich halte eine deftige Bestrafung für legitim, wenn die Schuldfrage unzweifelhaft geklärt ist. Klar, ich höre schon das Standardargument, dass schärfere Strafen keine abschreckende Wirkung haben und auch der Resozialisierung nicht dienlich sind. Darum geht es mir aber auch nicht, Triebtäter, die sich nicht im Griff haben und ihre Chancen schon durch Rückfall verschlechtert haben, gehören weggesperrt, um den Rest der Gesellschaft zu schützen, so einfach ist das.

Was eine Verurteilung für den Lehrerjob bedeutet liegt auf der Hand. Ich würde alles was nach Rechner riecht achtkantig aus meinem Klassenzimmer werfen und Taschenrechner zertrümmern (evtl. tippt jemand 8008 und erkennt Boobs *giggedi*), der gute alte Abakus tut es schließlich auch. Schon erstaunlich, mit welch einem Manko an Technik-Affinität in Zeiten von Internet, Handy, totaler Vernetzung entscheidungsrelevante Positionen besetzt sind, das gilt nicht nur für die Staaten, das ist hier vor der eigenen Haustür nicht besser. Es ist aber auch nicht leicht in einer Welt zu leben, in der kleine Zauberkästchen mit fremden Stimmen zu mir sprechen, große magische Behältnisse existieren, in denen viele kleine Menschen hausen, von denen ich bis heute nicht weiß, wie die da reingekommen sind und vor allem wie viele da reinpassen, erstaunlich. Die Enge da drinnen scheint sich aber negativ auf die Intelligenz auszuwirken. Teufelswerk sind auch die Kutschen, die sich ohne Pferde, wie von Geisterhand gezogen bewegen. Eventuell sollte ich sofort damit beginnen, die Lenker dieser satanischen Höllenmaschinen zu verklagen, bevor Unglück seinen Lauf nimmt. Schon seit Wochen traue ich mich nicht mehr aus dem Haus, seitdem ich mit eigenen Augen sah, wie ein hell-glänzendes Ungetüm sich in die Lüfte emporschwang um, unter infernalischem Getöse gen Sonne zu fliegen, ich vermute es handelt sich um eine besonders gefährliche Drachenart.

So, genug gekaspert fürs Erste, ich will Kaffee. Und ich hoffe um der Amero willen, dass die Knippköppe noch rechtzeitg zur Besinnung kommen und sich darüber klar werden, was für eine Farce dort vom Zaun gebrochen wurde. Das andauernde Aufschieben des Gerichtstermins läßt zumindest eine tendenzielle Unsicherheit erkennen, ich drücke der Julie die Daumen.

Dienstag, 15. Mai 2007

Optical Illusion


Gefunden von einem Erntehelfer-Kollegen bei den Klabusterbeeren.

Stony Mahony

Eben im DangerRoom gefunden: Ein Polizist aus Michigan konfisziert Dope, eine Menge Dope so wie es den Anschein hat. Anstatt MJ in die Aservatenkammer zu geleiten, wie es sich gehört, nimmt er das Zeug mit nach Hause und spielt mit seiner Frau eine Runde backe, backe Kuchen. Der Shit findet sich also in lecker Brownies wieder und wird anschliessend konsumiert. So weit, so gut. Richtig gewundert hat mich dieser Teil der Story nicht, watt soll's, sind auch nur Menschen. Wenn man schon seinen Arsch riskiert um ein paar kleine Dopedealer hochzunehmen, ist ein kleiner Bonus völlig legit, der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Aber selbst meinereiner, der ansonsten von dem Zeug im Strahl kotzen muss das Zeug nicht besonders mag und lieber bei Bier und Wein bleibt, denkt soweit, dass ich mir doch vorher etwas genauer anschaue was ich mir da für Stoff in die Backwaren zwirbel. Auf jeden Fall war das wohl 'ne ganz schöne Dröhnung, keine Ahnung welchen Film die beiden gefahren haben, aber der muss es in sich gehabt haben. Der Cop ruft nämlich in einer Panikattacke bei der Arbeit an. Auch sehr schön, wie der weibliche ModerationsBot kurz, vor Lachen, aus der Oberlehrer-Rolle fällt, sich aber gleich wieder fängt, um noch vorwurfsvoller in die Kamera zu gucken. Ist aber auch fies, wenn der Rest des Studios vor Lachen am Boden liegt und nach Luft japst, wer weiß, eventuell hat die Crew ja noch ein oder zwei Brownies erhaschen *tusch* können. In diesem Sinne, Peace.

Edit: Ich habe keine Möglichkeit gefunden das verschissene Drecksvideo den Clip irgendwie zu embedden (einzubetten *prmmpf*), sollte also jemand wissen, wie das bei dem Clipanbieter funktionobelt, wäre ich für einen einen Tip in den Comments dankbar.
Update: Dank Kollege Kenny, der sinngemäß meinte Klau Dir doch einfach den Quelltext, wird nun der Klick zum Orignalpost überflüssig. Ich hatte eigentlich nach 'ner Art Knopf gesucht, der mir eben diesen Code ausspuckt, faul wie ich bin, aber so geht's auch, thx 2 Kenny.

Montag, 14. Mai 2007

Insane Driver

Durch Zufall gefunden. Ich habe keine Ahnung, was für Drogen sich der Typ reingepfiffen hat, aber davon möchte ich auch gerne welche haben.

No Need For Speed

Diesen Clip habe ich eben bei nerdcore gesehen, mein Magen hat sich nun wieder entkrampft und ich möchte da mal draufzeigen *zeig*. Der Appell ist kein Neuer, aber sehr fies und originell gestaltet, nicht das übliche Wir-zeigen-Unfallsplatter-zur-Abschreckung, das ist 'ne Ecke wirksamer, finde ich.

Freitag, 11. Mai 2007

Katzen

Die Kefa hat seit kurzem zwei Katzen. Die Biester sind ja eigentlich ganz niedlich und lieb, wenn 'se stillhalten, sich streicheln lassen wie es sich gehört und nicht in die Ecke kacken oder auf den Teppich pissen, da haben die Tiere einen dicken Vorteil: Die können mittlerweile sogar unsere Toiletten benutzen.
Ansonsten bin ich aber eher der Hundetyp, die sind anfangs ebenso niedlich und später eventuell noch zu was zu gebrauchen. Als Blindenhund (nu' is das blöde Vieh schon wieder ohne zu gucken über die Straße gewetzt), als Drogenhund (hat der Köter schon wieder das letzte Dope geraucht?) oder als Wachtöle (Wie? Der tut nix, will nur spielen? Nö, dann nehm ich'n anderen). Ab und zu hege ich ja die Unart hier regelrechte Niedlichkeitsbomben zu platzieren, man denke an die knuddelnden Otter. Hier aber eine Warnung an die Kefa: Das passiert, wenn Du Deine beiden Racker nicht gut erziehst, Frau Lehrerin ;-)
Achtung: Das Katzenviech ab 1:45 kann für Albträume sorgen *bibber*.

Dienstag, 8. Mai 2007

Germany's Next Poppmodel


Stefan Niggemeier schreibt hier einen ziemlich treffenden Artikel über das aktuelle Casting-Guantanamo auf Pro 7. Ich habe es bisher nur einmal mit Mühe und Not geschafft, mir eine Folge bis zum Schluß anzusehen, da ich dieses TV-Format extrem langweilig finde. Zumindest die mentalen Grausamkeiten sind ab und an recht unterhaltsam, das war's dann aber auch.

Der Artikel vom Herrn Niggemeier dreht sich hauptsächlich um die Folterknechtin Heidi Klum, und wie diese die ach so armen Mädels behandelt. Das mehr oder minder gut versteckte Konzept einer solchen Sendung ist es doch, die Opfer Kandidaten möglichst schnell in Situationen zu bringen die Emotionen hervorrufen - milde ausgedrückt. Tacheles: Es sollen Tränen fliessen, die Versuchsobjekte sollen sich gegenseitig beschimpfen, denunzieren, schlechtmachen und sich anschliessend zerfleischen, das bringt Quote. Aber nur auf der ziemlich leckeren Heidi rumzuhacken halte ich für nicht ganz fair, auch wenn ich sonst konform gehe. Es gehören schließlich immer zwei dazu. Die Motivation der Mädels bei dieser Show mitzumachen kann ich nur schwer nachvollziehen. Was ist so erstrebenswert an diesem Job? Abgesehen von der Kohle? Die Küken lernen ... laufen, geil in die Kamera zu gucken und sich vor versammelter Mannschaft nackig zu machen. Klar sind die meisten ganz hübsch bis hammergeil und können es sich also erlauben, aber das als Perspektive - und dann auch noch befristet, mit Mitte 30 ist spätestens Schicht im Schacht, wenn es also bis dahin nichts geworden ist, Pech gehabt, was dann? Im besten Fall hat ein Model dann ausgesorgt und kommt bei einem Privatsender unter und moderiert irgendwas Mittelprächtiges.

Whatever, wenn die Befriedigung des eigenen Narzissmus ansonsten das Einzige ist, was die Mädels antreibt, haben sie es nicht besser verdient. Ich frage mich gerade, ob es eine Art mentale Prostitution gibt, sieht hier nämlich schwer danach aus. Ich wäre also dafür, den Mädels eine Teilschuld zu geben. Und da fällt mir ein, was ist mit dem Zuschauer? Der bringt letztendlich die Quote und ist somit Antriebsfeder für eine weitere Staffel. Verdammt, ich bin ein wenig mit Schuld - werde mich mal eben selbst eine Runde kasteien (ich hasse diese Wort), und mich dann wieder wichtigeren Dingen zuwenden. Ich habe eben gelesen, dass die Steuersoftware Elster in der aktuellen Version schon eine Art des Bundestrojaners eingebaut haben soll. Die Jungs und Mädels vom CCC haben die .exe mal auseinandergenommen und entdeckt, dass diese ganz gern mal mit einem Server vom BKA spricht. Zudem soll ein Modul integriert worden sein, welches in der Lage ist Mikrofone und Kameras remote zu steuern. Diebische Elster, böse, böse.
Edit: Verdammt, ein Kumpel hat mich gerade auf das Datum des CCC-Artikels hingewiesen (siehe Kommentare). Ich bin echt drauf reingefallen, Asche auf mein Haupt. Aber für so abwegig halte ich die Idee nicht, zutrauen würde ich es Schäuble und Konsorten.

300 + 1

Montag, 7. Mai 2007